Besuch beim Lörracher Tafelladen

von Jennifer Gründler

Das Meeting fand in den Räumen der Lörracher Tafel statt. Wir waren dort zu einer ausführlichen Besichtigung und zum Essen eingeladen. Anwesend waren Herr Saalfrank Ulrich Saalfrank, der uns einen umfassenden Bericht zur Entstehung und zum Werdegang der Tafel gab und die Mitabeiterinnen Frau Merz und Frau Kiefer.Lieferwagen des Tafelladens

In Deutschland leben Millionen Menschen in Einkommensarmut oder sind unmittelbar von ihr bedroht: vor allem Arbeitslose, Geringverdiener, Alleinerziehende und Rentner. Wenn das Geld knapp wird, sparen die meisten bei der täglichen Ernährung – zu Lasten ihrer Gesundheit. Gleichzeitig fallen täglich bei Lebensmittelproduzenten, in Supermärkten, in Hotels und Restaurants, auf Wochenmärkten und bei Veranstaltungen große Mengen von Lebensmitteln an, die – obwohl qualitativ einwandfrei – im Wirtschaftskreislauf nicht mehr verkauft werden können, und oft im Müll landen. Dazu zählen Lagerbestände mit nahendem Mindesthaltbarkeitsdatum, Backwaren vom Vortag, Überproduktionen, falsch verpackte Ware oder Obst und Gemüse mit kleinen Schönheitsfehlern.

Die Tafeln schaffen einen Ausgleich: Sie sammeln diese überschüssigen Lebensmittel im Handel und bei Herstellern ein und verteilen sie an sozial und wirtschaftlich benachteiligte Menschen, kostenlos oder gegen eine symbolische Münze.


Eine Idee, von der alle Beteiligten profitieren: Lebensmittelhändler und -hersteller übernehmen soziale Verantwortung und sparen zusätzlich Entsorgungskosten. Und Bedürftige erhalten für wenig Geld oder sogar kostenlos qualitativ hochwertige Nahrungsmittel – sowie Motivation für die Zukunft. Ganz nebenbei reduziert sich der anfallende Müll zugunsten der Umwelt.


Verteilt werden bei den Tafeln ausschließlich gespendete Lebensmittel. Zugekauft wird nichts. Miete, Transport- und Verwaltungskosten der Tafeln werden über private und privatwirtschaftliche Spender und Sponsoren gedeckt. So schaffen die Tafeln eine Brücke zwischen Überfluss und Mangel – zu Gunsten aller Beteiligten.

Hier sehen Sie die Details auf einen Blick:

Kunden Tafelladen 750 Familien mit rund 1.500 Personen.
Einkäufe 2.300 pro Monat
Mitarbeiter 90 Ehrenamtliche und 10 Bürgerarbeits-Plätze
mit über 45.000 Arbeitsstunden pro Jahr !!!!!!!!
Zum Spatz

370 Mittagessen im Monat (wöchentlich offen Die - Do)

60 zum reg. Preis von 4,50 € (Mehrpreis für Bedürftige !)
310 zum erm. Preis von 3,50 € (250Schüler, 35 Helfer, 25 Tafel-Kunden)

Auto Einsammeltour monatlich über 3.500 km
Verbrauch rund 500 Liter Dieselkraftstoff für ca. 800,00 €
Warenspender 40 Lebensmittelmärkte auf festen Einsammel- Touren, 20 auf Abruf
Kirchliche Einrichtungen mit sporadischen Warenspenden (Dosentage)
Versorgungsgebiet Gebietsgrenzen sind westl. Weil am Rhein - Bad Bellingen, nördl. Kandern-
Endenburg, östl.Schlächtenhaus - Höllstein und südlich Hüsingen - Inzlingen.












 

 

 

 

Im Anschluss an den Vortrag besichtigten wir die Räume. Herr Saalfrank beantwortete unsere zahlreichen Fragen

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